Der Weg in eine grüne Zukunft

“Wie viele Planeten?” philosophierte Mahatma Gandhi über Indiens Ressourcenverbrauch. Elon Musk oder Jeff Bezoz sehen die Lösung in der Entdeckung anderer Planeten. Bill Gates glaubt an unsere Erde. Bis 2050 muss unsere Wirtschaft und unser Leben klimaneutral sein. 

Wir haben hier die Ideen der CONVOCO! Denker:Innen zusammengefasst zu der zentralen Frage:  

Wie schaffen wir den Weg in eine grüne Zukunft?

Marktmechanismen für die Klimaneutralität nutzen

Das Ziel der Klimaneutralität bedeutet, dass wir jetzt die gesamte Wirtschaft dekarbonisieren bzw. defossilisieren müssen. Wir müssen also erneuerbaren Strom für die direkte Elektrifizierung der Sektoren Wärme und Verkehr sowie der Industrie nutzen. Dort, wo das nicht möglich ist, führt der Weg über klimaneutral erzeugten Wasserstoff und darauf basierenden synthetischen Energieträgern. – Veronika Grimm – 

Die Umstellung der Wertschöpfungsketten auf klimaneutrale Produkte und Anwendungen stellt uns vor ein riesiges Koordinationsproblem, für das wir dringend die Koordinationsfunktion von Marktmechanismen benötigen, wenn wir diese Transformation auf einer ambitionierten Zeitschiene schaffen wollen. – Veronika Grimm – 

CO2-Preis und klare Investitionsbedingungen statt Subventionen

Diejenigen mit einem großen ökologischen Fußabdruck haben auch mehr Verantwortung. Aber wir müssen dabei nüchtern bleiben. Erstens ist es notwendig, dass die westlichen Demokratien selbst stark bleiben. Es kann nicht sein, dass wir jetzt im Büßergewand herumlaufen und unsere eigenen Volkswirtschaften in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beschädigen. Weder hilft es dem Klima, noch macht es die Welt zu einem sichereren Ort, wenn ausgerechnet die Demokratien sich selbst schwächen würden. Wir müssen Klimaschutz durch technologische Offensiven und durch kluge Umsteuerung erreichen, sodass unsere Wettbewerbsfähigkeit am Schluss vielleicht sogar gestärkt wird. – Udo Di Fabio – 

Ich habe die Sorge, dass immer mehr dahingehend subventioniert wird, nicht zu verschmutzen. Stattdessen sollten wir aber die Verschmutzung verteuern und das Verursacherprinzip anwenden– vor allem über den einheitlichen CO2-Preis. Wir brauchen natürlich auch Investitionen zur Anpassung an den Klimawandel, und wir müssen Forschung im Bereich der grünen Technologien vorantreiben. Letztlich sollte der Staat aber in erster Linie diese Rahmenbedingungen schaffen, statt selbst zu investieren oder Investitionen zu lenken. – Clemens Fuest – 

Wir brauchen ein CO2-Preissignal, weil die erneuerbaren Energien in manchen Bereichen – zB. im Vergleich zur Kohle – nicht kostenkompetitiv sind. Der zweite wichtige Effekt von so einem CO2-Preis ist, dass er Investitionen hin zu CO2-armen Technologien lenkt. Der dritte Vorteil sind entstehende Einnahmen, mit denen private Haushalte oder ärmere Länder entschädigt werden können, um die Transformation sozialgerecht zu gestalten. – Brigitte Knopf – 

Die Transformation erfordert hohe Investitionen. Die Europäische Kommission rechnet mit einem privaten und öffentlichen Investitionsbedarf von 2,6 Billionen Euro bis 2030. Das sind immense Summen, daher muss es gelingen, in großem Umfang privates Kapital zu mobilisieren. – Veronika Grimm – 

Limitierungen des Marktes erkennen

For the last 20 or 30 years, we have been a bit naive in thinking that the market will solve any type of problem. It doesn’t. – Philipp H. Pattberg – 

Market-based systems have proven incredibly successful at the accumulation of physical capital but they cannot be used to properly allocate attention because the most important things to pay attention to are things that don’t have a price. – Albert Wenger –

What we need now is more regulation in terms of the environment and protecting parts of the community. It is not going to come from the market. – David Chipperfield –

Verantwortung übernehmen

Verzicht als politische Strategie zu sehen, finde ich sehr problematisch. Damit wird das, was eine politische Verantwortung ist, auf das Individuum abgewälzt. – Brigitte Knopf –
 

There’s a real problem in thinking that we have to give something up. You don’t drive a car and that’s a loss, but you also live longer because there is no air pollution and that’s a win. We never discuss it that way. – Philipp Pattberg – 
 

The economy needs to change, our behaviour needs to change, the way we do many things needs to change, and that’s why these problems are so complex and so difficult to address. – Philipp Pattberg – 

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