#30 Veronika Grimm – Unsere Wirtschaft im Umbau zur Klimaneutralität: Chancen und Herausforderungen

In unserem CONVOCO! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Inhaberin des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, zum Thema:

Unsere Wirtschaft im Umbau zur Klimaneutralität
Chancen und Herausforderungen

Hier ihre Aussagen im Auszug:

Man muss sehen, dass das Ziel der Klimaneutralität eigentlich bedeutet, dass wir jetzt die gesamte Wirtschaft dekarbonisieren oder defossilisieren müssen.

Diesen Strukturwandel müssen wir jetzt nutzen […] Wir kommen nicht daran vorbei, uns hier stark zu positionieren, weil das auch die Geschäftsfelder der Zukunft sind, wo Arbeitsplätze für die deutsche Industrie entstehen.

In Deutschland sind wir aktuell sehr abhängig von fossilen Energieträgern, die wir importieren […] Mit Blick auf eine Klimaneutralität müssen wir diese Importbeziehungen auf den Import klimaneutraler Energieträger umstellen.

Es besteht die Chance, globale Kooperation stärker unter das Motto des Klimaschutzes zu stellen. Das kann sogar bedeuten, die globalen Handelskonflikte zu kanalisieren und neue Möglichkeiten der Kooperation zu eröffnen.

Man merkt, dass sich die Allianzen in der Energie- und Klimapolitik Stück für Stück verändern. [Es ist wichtig,] das Vertrauen zwischen verschiedenen Gruppen zu entwickeln, die früher eigentlich auf unterschiedlichen Seiten standen.

Die Umstellung der Wertschöpfungsketten auf klimaneutrale Produkte und Anwendungen stellt uns vor ein riesiges Koordinationsproblem […] Wir brauchen dringend die Koordinationsfunktion von Marktmechanismen, wenn wir diese Transformation auf einer ambitionierten Zeitschiene schaffen wollen.

Die Europäische Union ist Netto-CO2-Importeur. Das heißt, dass wir mit einem CO2-Grenzausgleich etwas verdienen würden […] Man könnte diese Einnahmen zum Beispiel dazu verwenden, die globale Kooperation anzustoßen.

Die Transformation in der wir uns befinden, wird sehr investitionsintensiv werden. Die Europäische Kommission rechnet mit einem privaten und öffentlichen Investitionsbedarf von 2,6 Billionen Euro bis 2030. Das sind immense Summen, die in keiner Weise durch öffentliche Haushalte bereitgestellt werden […] Das Unterfangen muss sein, privatwirtschaftliches Kapital zu mobilisieren.

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