CONVOCO! Forum 2018

CONVOCO! FORUM 2018

Das Convoco Forum 2018 zum Thema “Die Zukunft des Kapitalismus – eine Vision” versammelte am Samstag, 28. Juli 290 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur in der Universität Mozarteum in Salzburg.

Die Convoco-Gründerin Corinne Michaela Flick eröffnete das Forum mit ihrer Einführungsrede, in der sie den Einfluss der heutigen elektronischen Globalisierung auf den Kapitalismus betonte. 
Nach der Einführungsrede hielt der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Justin Yifu Lin von der Peking Universität, die Keynote zum Thema “Der Aufstieg Chinas und was es für die Welt bedeutet”. Darin sprach er von verschiedenen Formen des Kapitalismus – inklusive der chinesischen – und darüber, wie Chinas Aufstieg die Welt verändert.
Unter der Moderation von Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl (LSE London) war China auch ein wichtiges Thema während der darauffolgenden Podiumsdiskussion “Kapitalismus in der globalen Welt” mit dem Unternehmern Roland Berger, Stefan Oschmann (CEO von Merck) und der Ökonomin Monika Schnitzer von der LMU München.
Herbert Reitsamer (Professor für Neuro- und Sinnesphysiologie, Universität Salzburg) schloss mit seinem Vortrag zur “Physiologie der Gier” den ersten Teil des Forums ab. Er ging darauf ein, wie die Gier im Menschen physiologisch zustande kommt und warf die Frage auf, was passiert, wenn im digitalen Kapitalismus dem Wunsch nach Mehr keine natürlichen Grenzen mehr gesetzt sind

Nach der Pause beschrieb Lucio Baccaro (Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung) in seiner Lecture die “Politik der Wachstumsmodelle”. Darin verglich er die verschiedenen Wachstumsförderprogramme der vier Länder Großbritannien, Deutschland, Schweden und Italien. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Stefan Korioth (LMU München) moderiert wurde, unterhielten sich der Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs Deutschland und Österreich Wolfgang Fink, Jörg Rocholl (ESMT Berlin) und der Präsident des Bundesfinanzhofs Rudolf Mellinghoff zum Thema “Kapital und Markt”. Es wurden unter anderem die zwingende Notwendigkeit von Wachstum, die Interdependenzen zwischen öffentlichem Sektor und Markt und die Aufgabe der Banken im Marktsystem besprochen.
Als nächster Beitrag folgte das Convoco Künstlergespräch mit dem internationalen Kurator Hans Ulrich Obrist und dem Dokumentar-Filmemacher Adam Curtis zum Thema “Fluch der Stabilität: Warum gibt es heute keine Visionen?”. Sie unterstrichen die Relevanz von Visionen für die Gesellschaft und beklagten, dass es derzeit zu wenige Visionen gebe – zum Schaden für die Akzeptanz des Kapitalismus in der breiten Bevölkerung.
Wolfgang Schön (Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen) hielt den letzten Vortrag der Konferenz zum Thema “Der digitale Kapitalismus und seine fiskalischen Folgen”. Hierbei beschrieb er, wie sich die Steuerlandschaft durch die Digitalisierung verändert und welchen neuen Herausforderungen sie sich dadurch stellen muss.
In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Teilnehmer des Forums nach ihrer eigenen Vision für den Kapitalismus gefragt. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen Kai A. Konrad, Carl Benedikt Frey (Oxford) und der CEO von Klöckner, Gisbert Rühl, äußerten ihre “Ideen für die Zukunft des Kapitalismus” unter der Leitung von Roland Berger.

Convoco bedankt sich bei Vöslauer und Audi für die großzügigen Sachspenden.

Galerie

DOWNLOADS

Die Zukunft des Kapitalismus – Kai A. Konrad, Focus – 33/2018

Kongress der Woche – Markus Hurek, Focus – 32/2018

Festspiele für kluge Köpfe – Bunte – 35/2018

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