#43 Carsten Brosda & Timo Meynhardt – Warum die Addition von Individualmeinungen noch keine öffentliche Debatte ersetzt

In dieseC! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Carsten Brosda, Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, und Timo Meynhardt, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspsychologie und Führung der HHL Leipzig sowie Herausgeber des GemeinwohlAtlas, über:

Warum die Addition von Individualmeinungen noch keine öffentliche Debatte ersetzt

Hier ihre Aussagen im Auszug:

Die öffentliche Debatte ist kein Selbstzweck, sondern soll demokratischen Willensbildungsprozessen und damit auch dem Gemeinwohl dienen. Timo Meynhardt 

Wie schaffe ich in der heutigen Kommunikationswelt noch den öffentlichen Raum, den wir für die Demokratie brauchen? Das ist eine Frage, die ich politisch heillos unterdiskutiert finde. Carsten Brosda 

Dass Journalist:innen den Begriff der Wahrhaftigkeit hochhalten, [also] das ehrliche, bemühte Streben, die Wahrheit selbst in der Hand zu halten, wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein. Timo Meynhardt 
 
Journalist:innen sind Gesprächsanwält:innen für die Gesellschaft, [die] das Gespräch der unterschiedlichen Meinungen und Interessen ermöglichen und transparent machen. Carsten Brosda 

Wir müssen verstehen, dass die Wissenschaft nicht die Krone der Erkenntnis sein muss, sondern eine Erzählform unter anderen ist. Timo Meynhardt 

Die Algorithmen [der sozialen Plattformen], für die Interaktion die Währung ist, lernen, dass polarisierende Inhalte mehr Interaktion auslösen. Das führt dann zu Radikalisierungsphänomenen. Carsten Brosda 

Die virtuelle Kommunikation ist kein Verzerrungsfaktor, sondern ein neues Kommunikationselement. Timo Meynhardt 

Wir gehen momentan quasi bewusstlos durch den technologischen Wandel. Carsten Brosda 

Die Lautsprecherfunktion [der sozialen Medien] für extravagante Meinungen sehe ich auch als eine Aufforderung an die Mitte, sich deutlicher zu artikulieren und das wieder auszubalancieren.  Timo Meynhardt 

Vertrauen in die Leistungskraft von journalistischen Redaktionen halte ich für ein ganz wesentliches Pfund, um dessen Stärkung oder Bewahrung wir uns Gedanken machen sollten.  Carsten Brosda 

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