#19 Wolfgang Fink – Was lernen Banken und Unternehmen aus der Krise? Eine neue gesellschaftliche Allianz

In unserem neuen CONVOCO! Podcast spricht Corinne M. Flick mit Wolfgang Fink, CEO der Goldman Sachs Bank Europe, zum Thema: 

Was lernen Banken und Unternehmen aus der Krise? Eine neue gesellschaftliche Allianz

Hier seine Aussagen im Auszug:

Wenn Risiken nicht mehr kalkulierbar und nicht beherrschbar werden, dann tritt immer nur der Staat, und am Ende auch der Steuerzahler, auf, um die absolute Kernschmelze zu verhindern. Das haben wir in dieser Krise erneut gesehen.

Es stellt sich ganz besonders die Frage, wie man die Geschäftsmodelle der Unternehmen nachhaltiger aufstellen kann. Wie können wir die Investitionen, die wir jetzt an vielen Stellen fokussieren müssen, auf die Themen konzentrieren, die uns wirklich weiterbringen, die Transformationsprozesse unterstützen, die unsere Veränderungen beschleunigen?

Wir erleben die heftigste, aber auch die kürzeste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Folgen dieser Rezession werden uns noch lange beschäftigen. […] Die nächsten Monate werden erst zeigen, wo genau Folgewirkungen oder auch Folgeschäden bleiben und welche Herausforderungen, auch gesellschaftlicher Natur, damit verbunden sind.

Wir haben eine komplexe Gemengelage hier, die in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Auswirkungen hat. Wir müssen uns dieser Realität als Banken stellen. Was kann man tun? In erster Linie geht es darum, unser Kapital und unsere Expertise zur Verfügung zu stellen, um betroffene Unternehmen und natürlich auch das Gesundheitssystem zu unterstützen.

Wenn wir uns die Hilfsprogramme ansehen, die allerorten aufgelegt werden, sieht man, dass ein großer Fokus auf nachhaltige Entwicklung gelegt wird.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass internationale Rahmenbedingungen und Standards noch wichtiger in einer globalisierten Welt werden. Auch wenn wir alle davon sprechen, dass die Globalisierung am Rückweg ist und das häufig thematisiert wird, ist es doch so, dass die Alternative Kleinstaaterei, nationalistische Einzelwege, keine Lösungen sind.

Die Krise hat Herausforderungen, die existieren, noch einmal deutlicher gemacht oder verschärft. Die gesellschaftlichen Spannungen, die wir in den USA sehen, sind sicherlich verursacht durch viele Themen und Entwicklungen, die zum Teil auch weit in der Vergangenheit liegen, die aber nicht bearbeitet oder weniger adressiert wurden als sie das hätten sollen. Die Coronakrise spitzt das jetzt zu.

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