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        • Forum 30/07/2016 Convoco Forum in Salzburg

          Am 30. Juli 2016 fand das zwölfte Convoco Forum in Salzburg statt. In diesem Jahr wurde das Thema “Autorität im Wandel” diskutiert.

          Das Convoco Forum wurde von Dr. Corinne Flick – Gründerin und Vorstand der Convoco Stiftung – mit ihrer Rede zum Thema Autorität eingeführt. Sie grenzte Autorität klar von Macht ab und machte die Zusammenhänge zwischen Autorität, Freiheit und Verantwortung deutlich. Sie sprach über die Forderung vieler Menschen nach mehr direkter Demokratie und die Gefahr, die dem repräsentativen demokratischen System hieraus entsteht.

          Prof. Roger Scruton – Philosoph, Autor und Senior Research Fellow für Philosophie, Blackfriars Hall, Oxford und Senior Fellow des Ethics and Public Policy Center, Washington, D.C. – hielt den ersten Vortrag des Tages und beschäftigte sich in seiner Rede “Responding Responsibly” mit der Verantwortung, die Politiker gegenüber dem Volk haben. Anschließend folgte das erste Forumsgespräch zum Thema “Autorität der Parlamente vs. Direkte Demokratie”. Unter der Leitung von Dr. Reinhard Müller – Redakteur der FAZ – diskutierten Prof. Stefan Korioth – Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Kirchenrecht der LMU, München –, Prof. Thomas Hoeren – Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht, Universität Münster –, Prof. Peter M. Huber – Richter des Bundesverfassungsgerichts – und Prof. Rudolf Mellinghoff – Präsident des Bundesfinanzhofs – über Chancen und Gefahren von mehr direkter Demokratie in Deutschland und Europa.

          Im zweiten Forumsgespräch des Tages wurde über die “Autorität der Notenbanken und Märkte am Beispiel Brexit” diskutiert. Prof. Clemens Fuest – Präsident des ifo Institut für Wirtschaftsforschung – führte in das Panel ein und moderierte die Diskussion zu den Implikationen des Brexits für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Prof. Roland Berger – Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats von Roland Berger Strategy Consultants GmbH –, Dr. Nikolaus von Bomhard – Vorstandsvorsitzender der Münchener Rück AG – und Prof. Jörg Rocholl – Präsident der ESMT Berlin.

          Der zweite Teil des Forums begann mit einem eindrücklichen Vortrag von Dr. Peter Maurer – Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz – zu “Machtfragmentierung, Gewalt und die Autorität des Rechts – ein Blick auf bewaffnete Konflikte”. Er plädierte für mehr Diplomatie, Konsens- und Vertrauensbildung und beantwortete im Anschluss die zahlreichen Fragen der 260 Gäste.

          Im Anschluss führte Prof. Kai Konrad – Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen – in das letzte Forumsgespräch des Abends ein und moderierte die Diskussion zu „Autorität internationaler Institutionen vs. Erstarkung nationaler Kräfte“ mit Prof. Christoph Paulus – Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Restrukturierung e.V. –, Prof. Albrecht Ritschl – Professor für Economic History an der London School of Economics – und Prof. Wolfgang Schön – Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen.

          Das Convoco Forum fand seinen Abschluss mit einem Vortrag von Prof. Christoph Paulus zur Frage, ob und inwieweit das Recht noch Autorität besitzt.

          Am Vormittag kam zum ersten Mal die junge Convoco 3.0 Gruppe, die das jeweilige Jahresthema aus der Perspektive der Digitalisierung beleuchtet, zu einer Podiumsdiskussion zusammen. Nach einer kurzen Willkommensrede von Bertram Böckel – Managing Director der Martin Braun KG – führte Bruce Pon – Gründer und CEO von ascribe.io – in das Thema “How Blockchain Technology impacts our social and economic environment” ein. Er diskutierte anschließend auf dem Podium mit Dr. Marcella Atzori – Researcher am Research Centre for Blockchain Technologies –, Dr. Garrick Hileman – Senior Research Associate am Cambridge Centre for Alternative Finance – und Dr. Julie Maupin – Senior Researcher am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht – unter der Leitung von Ada Yi Zhao – Gründerin und CEO von Curated Ventures – über Kryptowährungen und die Möglichkeiten und Gefahren von Blockchain-Technologien.

        • Lecture 28/01/2016 Macht und Ohnmacht öffentlicher Institutionen Prof. Dr. Claudia M. Buch

          Am 28. Januar 2016 fand die erste CONVOCO Lecture zum Thema 2016 „Autorität im Wandel“ statt.

          Die Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, Frau Prof. Claudia M. Buch, sprach über “Macht und Ohnmacht öffentlicher Institutionen”. Im Anschluss an den Vortrag diskutierte Frau Prof. Buch mit dem parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Günter Krings, und mit Prof. Jörg Rocholl (Präsident der ESMT) unter Leitung von Prof. Rudolf Mellinghoff, Präsident des Bundesfinanzhofs.

          Dr. Corinne M. Flick führte zunächst in das Thema ein mit Gedanken zur Funktion und Bedeutung von Institutionen im Allgemeinen und öffentlichen Institutionen im Speziellen. Sie machte deutlich, dass Institutionen das wichtigste Mittel sind, um der langfristigen Perspektive eine Chance zu geben. Institutionen beschränken die Willkür individuellen Handelns. Corinne Flick legte außerdem dar, dass das Vertrauen in öffentliche Institutionen ein Gradmesser für die Stabilität eines politischen Systems ist.

          Prof. Claudia Buch diskutierte mit Blick auf Finanz- und Geldpolitik die Ohnmacht wirtschaftspolitischen Handelns, die durch nicht steuerbare Marktvolatilität, Handeln unter Unsicherheit und durch die Bindung an politökonomische Interessen hervorgerufen wird. Gleichzeitig unterstrich sie jedoch auch die Handlungsmöglichkeiten, also die Macht der Politik. Um Ohnmacht und Macht in Einklang zu bringen, sieht sie insbesondere Potenzial in strukturierten und transparenten Politikprozessen, die auf einer Politikevaluation aufbauen, besserer Kommunikation und internationaler Koordination.

          In der Diskussion und der sich anschließenden Fragerunde wurde herausgearbeitet, wie der volatile Finanzmarkt und die Flüchtlingskrise das Zusammenspiel zwischen Macht und Ohnmacht öffentlicher Institutionen bedingen.

        • Lecture 09/11/2015 The Paradox of German Power and Powerlessness in Europe. A Historical Perspective. Prof. Brendan Simms, Ph.D.

          Am 9. November 2015 fand die Londoner Convoco Lecture statt. Prof. Brendan Simms, PhD, Historiker, Autor und Professor für Geschichte europäischer internationaler Beziehungen in Cambridge, hielt einen Vortrag zum Thema: “The Paradox of German Power and Powerlessness in Europe. A Historical Perspective.”

          Dr. Corinne Flick gab eine kurze Einführung und erläuterte den Zusammenhang zwischen der Machtposition Deutschlands in Europa und dem Convoco-Jahresthema: „Die Macht der Ohnmacht. Die Ohnmacht der Macht.“

          Sie diskutierte, wie undurchsichtig Machtstrukturen oft sind und stellte die Frage, wieviel Macht nach außen hin mächtige Entscheidungsträger wirklich haben.

          Brendan Simms skizzierte in seiner Lecture die Stellung Deutschlands innerhalb Europas während der letzten 500 Jahre. Er zeigte Parallelen zu der aktuellen europäischen Krise aus der Geschichte auf. Aufbauend auf seinen Erkenntnissen und Perspektiven für die Zukunft schloss sich die Podiumsdiskussion mit dem ehemaligen britischen Botschafter in Berlin, Sir Paul Lever, dem ehemaligen deutschen Botschafter in London, Thomas Matussek, und dem Rechtswissenschaftler Professor Dr. Christoph Paulus, Experte für Staateninsolvenz und Römisches Recht, Humboldt-Universität zu Berlin, an die Lecture an.

          Zusammen mit dem Publikum diskutierte die Runde um Brendan Simms und Corinne Flick die derzeitige Rolle und Macht Deutschlands in der Europäischen Union und darüber hinaus.

        • Forum 25/07/2015 Convoco Forum in Salzburg Die Ohnmacht der Macht. Die Macht der Ohnmacht. Wer übt in der globalisierten Welt tatsächlich die Macht aus?

          Am 25. Juli 2015 fand das elfte Convoco Forum in Salzburg statt. Zur Diskussion stand dieses Mal die Frage: Die Ohnmacht der Macht. Die Macht der Ohnmacht. Wer übt in der globalisierten Welt tatsächlich die Macht aus?

          Dr. Corinne Flick, Gründerin und Vorstand der Convoco Stiftung, führte in das Forum ein und stellte die Dialektik zwischen Macht und Ohnmacht vor. Sie machte hierbei deutlich, dass Ohnmacht und Macht nicht voneinander zu trennen sind. Wenn Entscheidungsträger eine Entscheidung treffen, kommt dies durch das Abwägen von Alternativen zustande. Um diese Entscheidungsmöglichkeiten auszuloten, braucht es in vielen Fällen Beratung. Hier nun kommt die Macht der Ohnmacht ins Spiel, denn die nach außen hin Mächtigen müssen sich auf ihre Berater verlassen und räumen diesen damit großen Einfluss ein.

          Prof. Dr. Clemens Fuest, Präsident des ZEW und designierter Präsident des ifo-Instituts, hielt den ersten Vortrag des Tages und diskutierte die Schnittstelle, an der sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft treffen. Auf seine Rede Grau ist alle Theorie. Ohnmacht und Macht der wissenschaftlichen Politikberatung, folgte das erste Panel des Convoco Forums zum Thema Politikberatung moderiert und eingeführt von Prof. Jörg Rocholl, PhD, Präsident der ESMT Berlin.

          Zusammen mit Clemens Fuest diskutierten Prof. Dr. Wolfgang Schön – Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, München, und Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Prof. Thomas Hoeren vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht – Zivilrechtliche Abteilung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, und Prof. Dr. Stefan Korioth – Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Kirchenrecht der Ludwig-Maximilians-Universität, München, interdisziplinär zur Interdependenz zwischen Politik und Wissenschaft.

          Den zweiten Teil des Forums, der sich speziell mit der Rolle Deutschlands in der Euro-Krise befasste und die Frage der Macht und Ohnmacht unter diesem aktuellen Thema beleuchtete, eröffnete Prof. Dr. Albrecht Ritschl, Wirtschaftshistoriker an der London School of Economics, mit seinem Vortrag: Wem gehört der Euro? Internationale Währungspolitik in Zeiten nationaler Machtlosigkeit, auf den es eine großartige Resonanz aus dem Publikum gab.

          Prof. Dr. Kai A. Konrad, Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, München, führte in das zweite, von Corinne Flick moderierte Panel ein, zu dem neben Albrecht Ritschl Botschafter Prof. Dr. h.c. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Munich Security Conference, und Prof. Dr. Christoph Paulus, Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Restrukturierung (iir) e.V., Humboldt-Universität zu Berlin, beitrugen. Hier gab es rege Beteiligung von Seiten der über 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Verschiedene Aspekte der Eurokrise wie ein europäischer Finanzausgleich wurden diskutiert.

          Die junge Convoco Gruppe, Convoco 3.0, wurde erstmalig beim Convoco Forum vorgestellt. Ada Yi Zhao, Director of Finance bei Barclays, London, erzählte mit Begeisterung von ihren vier Jahren als 3.0 Mitglied.

          Einen bewegenden Abschluss fand das Convoco Forum 2015 mit Prof. Roger Scrutons Vortrag Die Macht der Ohnmacht: Gedanken nach Vaclav Havel, in dem Roger Scruton seine persönliche Erfahrung mit der Macht der nach außenhin ohnmächtigen Gesellschaft der kommunistischen Tschechoslowakei schilderte.

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            Forum 30/07/2016 Einführung Dr. Corinne Michaela Flick

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            Forum 30/07/2016 Lecture Prof. Roger Scruton Ph.D.

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            Forum 30/07/2016 Forumsgespräch: Autorität der Parlamente vs Direkte Demokratie

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            Forum 30/07/2016 Forumsgespräch: Autorität der Notenbanken und Märkte am Beispiel Brexit - Einführung Prof.

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